Projekt Demenz, eine ältere, lächelnde Dame im Nachhemd

Helfen, wenn andere Menschen vergessen

 

Mehr als 1300 Menschen sind in Ulm an Demenz erkrankt. Die Tendenz ist steigend. Oft bemerken Angehörige zunächst Persönlichkeitsveränderung beim Betroffenen. Es folgt oft ein langer und herausfordernder Weg bis die Diagnose gestellt ist.

Für Angehörige, Partner/-in und Familien ist die Alltagsbewältigung über einen längeren Zeitraum alleine gar nicht oder nur teilweise leistbar.

Demenz Partner ist eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Wir helfen, Wissen über Demenzerkrankungen zu verbreiten und das Verständnis für Menschen mit Demenz und ihre Familien zu fördern. ProjektDEMENZ Ulm bietet Basiskurse zum Thema Demenz an, sie können sich mit ihrer Organisation, mit ihrer Filiale oder ihrem Verein anmelden.

Auf den folgendenen Seiten unserer Homepage erfahren Sie mehr über unsere Arbeit beim ProjektDEMENZ. Mögen Sie dabei auf hilfreiche und interessante Informationen stoßen.

Ihr ProjektDEMENZ Team

  • add_circle DEMENZ Wegweiser - Hilfen, schnell und übersichtlich

    Im DEMENZ Wegweiser haben wir die Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige in der Stadt Ulm zusammengefasst. Verschiedene Institutionen und Personen können im Verlauf einer Demenz für Betroffene und Angehörige wichtig werden. Sei des durch Beratung, Entlastung in der Pflege oder in der Alltagsbewältigung. Einen Einblick in diese kleine handliche Broschüre können Sie sich unter folgendem Link verschaffen.

  • add_circle Die Idee eines Netzwerks

    Für Betroffene und Angehörige stellt der Verdacht und die Diagnose einer Demenzerkrankung eine große Herausforderung dar. Die auftretenden Sorgen und Befürchtungen gilt es zu bewältigen, wobei viel Kraft und Geduld erforderlich sind.
    Das ProjektDEMENZ versuchte in seiner Projektphase genau an diesem Punkt zu unterstützen, indem:

    • vorhandene Angebote für Betroffenen und Angehörige in der Stadt Ulm in einer Broschüre gebündelt wurden (siehe DEMENZ Wegweiser)
    • in der Beratung über diese Angebote informiert wurde
    • Gesprächscafés für Angehörige etabliert wurden
    • Möglichkeiten geschaffen wurden, diese Angebote wahrzunehmen
    • in Gremien mitgearbeitet wurde, um die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen transparent zu machen und Strukturen bei der Bewältigung der Krankheit zu schaffen
    • mit Veranstaltungen und Schulungen, die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert wurde

    Netzwerke sind für das ProjektDEMENZ auch nach Beendigung der Projektphase noch elementar. Wir verstehen uns als Teil eines großen Netzwerkes (das aus vielen Stellen, Gremien, Einrichtungen,... besteht). Die Erfahrungen und das Wissen, die sich aus dieser Gremienarbeit ergibt, geben wir an Betroffene und Angehörige weiter und unterstützen und begleiten bei der individuellen Gestaltung des erforderlichen Netzes jeder Person.

    Eine wachsende Aufgabe ist die Schulung von Personen, die aufgrund ihrer beruflichen oder freiwilligen Tätigkeit, in Kontakt mit Menschen mit Demenz treten. Dies sind z.B. Mitarbeitende von Nachbarschaftshilfen, in Sozialstationen oder in Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anfragen von Arbeitskreisen und Interessengruppen, die sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen und Informationen von Fachleuten einholen wollen. Auch dies sehen wir als weiteren und wichtigen Teil, um das Netz für Menschen mit Demenz zu vergrößern.

  • add_circle Länderübergreifendes Netzwerk - Erstes Treffen von VertreterInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Stuttgart

    Selbsthilfe von Menschen mit Vergesslichkeit – länderübergreifendes Netzwerk gegründet

    Erstes Treffen von VertreterInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Stuttgart

    Aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland sind sie gekommen: Vertreterinnen und Vertre-ter unterstützter Selbsthilfegruppen, in denen sich – je nach Gruppenbezeichnung – Menschen mit Vergesslichkeit, mit kognitiven Beeinträchtigungen oder mit Demenz zusammengeschlossen haben. Peter Wißmann von der Demenz Support Stuttgart und Christina Pletzer von der Caritas der Diözese Innsbruck hatten die Teilnehmer am 26. und 27. November 2019 in die baden-württembergische Landeshauptstadt zum Austausch und zur Verabredung gemeinsamer Aktivitäten eingeladen. Dabei waren sowohl Moderatorinnen und Moderatoren als auch Teilnehmer solcher Gruppen – also so ge-nannte Betroffene.

    „Ich bin in einer Selbsthilfegruppe und das hilft mir sehr, meine Situation anzunehmen“, sagt Beni Steinauer aus Basel. Er lebt mit einer Lewy-Body-Demenz und hat sich vorgenommen, das Leben zu genießen und sich nicht von seiner Erkrankung unterkriegen zu lassen. Ebenso wie andere Teilnehmer am Stuttgarter Treffen hat er die Kraft der gegenseitigen Unterstützung betroffener Menschen kennen und schätzen gelernt. Nun will er dazu beitragen, dass noch mehr Selbsthilfegruppen im deutschsprachigen Raum entstehen.

    Genau darum geht es den Initiatoren des Treffens in Stuttgart. „Selbsthilfegruppen von Menschen mit Vergesslichkeit leisten Großartiges durch das Potenzial der Selbsthilfe, was professionelle Hilfen niemals in dieser Form leisten können“, erläutert Christina Pletzer, die selbst eine solche Gruppe in Innsbruck leitet. „Aber es gibt davon noch viel zu wenige“. Peter Wißmann nennt einen Grund dafür: „Die meisten Menschen, eben auch die Profis, können sich nicht vorstellen, dass betroffene Personen zur Auseinandersetzung mit ihren kognitiven Beeinträchtigungen dazu in der Lage sind“. Dass das nicht zutrifft, zeigen die Berichte der anwesenden Gruppenvertreter. In den Selbsthilfegruppen wird über verschiedenste Themen gesprochen: über den Umgang mit den Beeinträchtigungen und über Ängste, was die Zukunft bringen wird. Es werden Tipps für einen besseren Umgang mit Gedächtnis-problemen ausgetauscht und Strategien für den Alltag entwickelt. Und es wird auch gelacht, wie fast alle Anwesenden bestätigen.

    Wenn zukünftig mehr solcher Selbsthilfegruppen entstehen sollen, da sind sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens einig, dann müssen die bereits bestehenden enger zusammenarbeiten und sich austauschen. Und das ist auch das zentrale Ergebnis des Stuttgarter Treffens: die Bildung eines Netzwerkes unterstützter Selbsthilfegruppen aus dem deutschsprachigen Raum. Österreich, Deutschland und die Schweiz sind schon dabei, Luxemburg hat ebenfalls Interesse bekundet. Es bleibt nicht bei einem einmaligen Austausch, sondern dieser wird kontinuierlich fortgesetzt. Und zum Ende der Veranstaltung können die Initiatoren eine erfreuliche Mitteilung machen: auch im kommenden Jahr wird es wieder ein Arbeitstreffen von Selbsthilfegruppen in Stuttgart geben. Dazu sind nicht nur die beim diesjährigen Meeting beteiligten, sondern auch weitere und neue Gruppen aus dem deutsch-sprachigen Raum eingeladen.

    Interessierte an dem neu entstandenen Netzwerk können sich jederzeit anschließen
    Kontakt:
    Christina Pletzer: c.pletzer.caritasdontospamme@gowaway.dibk.at
    Peter Wißmann: p.wissmanndontospamme@gowaway.demenz-support.de

 
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